Drehen mit Plan.
Drehzahl, Weg und Zeit.
Ich rechne Schnittdaten in nachvollziehbare Wege und Zeiten um. Dabei trenne ich Arbeitsvorschub und Nebenzeiten: So sehe ich, welche Zeit wirklich aus der Bearbeitung entsteht.
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n = 1000·vc/(π·D); vc = π·D·n/1000. vf = f·n in mm/min. L = l + la + lu; Gesamtweg = L · Bahnen/Bohrungen · Werkstücke. t je Bahn = L/vf; t je Werkstück = t je Bahn · Bahnen/Bohrungen. Gesamte Haupt-/Vorschubzeit th = Gesamtweg/vf in Minuten; Sekunden = 60·th. Beim Plandrehen ersetzt der radiale Weg (D−d)/2 die axiale Länge l. Nebenzeit je Bahn = 60·Eilgangweg/Eilganggeschwindigkeit + weitere Sekunden je Bahn. Nebenzeiten gesamt = [(Nebenzeit je Bahn · Bahnen je Werkstück) + Sekunden je Werkstück] · Werkstücke / 60. Auftragszeit = Hauptzeit gesamt + Nebenzeiten gesamt + einmalige Rüstzeit. Keine Parallelzeit-Überlagerung; alle Zeiten werden nacheinander addiert.
Wie wirkt sich eine andere Drehzahl aus?
Durchmesser, Vorschub je Zahn/Umdrehung und Wege bleiben gleich. Höhere Drehzahl verkürzt die Vorschubzeit, erhöht aber zugleich die Schnittgeschwindigkeit. Diese Varianten sind keine Freigabe für Werkzeug oder Maschine. Die eingegebenen Neben- und Rüstzeiten bleiben im Vergleich konstant.
Ergebnisse werden auf bis zu 12 signifikante Ziffern gerundet. Bei geänderten Eingaben werden alte Ergebnisse gelöscht.
Idealisierte Zeit bei konstantem Arbeitsvorschub und konstanter Drehzahl. Eilgang/Rückhub, weitere Nebenzeiten und Rüsten werden nur in der eingegebenen Höhe berücksichtigt. Keine automatische Beschleunigungs- oder CNC-Zyklussimulation. Die Haupt-/Vorschubzeit umfasst den gesamten eingegebenen Arbeitsvorschubweg einschließlich An- und Überlauf, Nebenzeiten werden separat addiert. Keine automatisch empfohlenen Schnittwerte. Beim Plandrehen konstante Drehzahl (G97), keine konstante Schnittgeschwindigkeit (G96). vc gilt am Außendurchmesser und sinkt zur Mitte. Verschiedene Durchmesser oder Schnittdaten je Zustellung getrennt rechnen.
Die Idee hinter den Formeln.
Schnittgeschwindigkeit ist nicht Vorschub.
vc beschreibt die Geschwindigkeit an der Schneide. Die Drehzahl hängt zusätzlich vom Durchmesser ab. Für realistische Zeiten wähle ich die tatsächlich eingestellte Drehzahl.
Der ganze Vorschubweg zählt.
Zur eigentlichen Bearbeitung gehören die eingegebenen Anlauf- und Überlaufwege. Beim Bohren kommt je nach Tiefenangabe die Bohrerspitze hinzu; beim Plandrehen zählt der Radiusunterschied.
Nebenzeiten haben einen eigenen Platz.
Eilgang/Rückhub und Nebenzeiten je Bearbeitung werden mit jeder Bahn oder Bohrung wiederholt. Spannen oder Messen kann ich je Werkstück angeben; Rüsten fällt einmal für den ganzen Auftrag an. Null bedeutet: dieser Zeitanteil ist nicht angesetzt. Die Auftragszeit ist nur so vollständig wie meine Eingaben.
Fachliche Grundlagen & Quellen
Sandvik Coromant: Drehen – metrische Formeln
Die Oberfläche und Skizzen sind eigene Darstellungen. Die hier beschriebenen vereinfachten Modelle ersetzen keine vollständigen Normnachweise.